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tn_allgemein:zeitlos:personen:geschichten:krenzer

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tn_allgemein:zeitlos:personen:geschichten:krenzer [09.08.2021 17:10]
fhagenmaier
tn_allgemein:zeitlos:personen:geschichten:krenzer [09.08.2021 17:59] (aktuell)
fhagenmaier [1996 90. Geburtstag Erlemann]
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 - Wir wissen, dass der dauerhafte Bestand und die Fortentwicklung von TN auf der Erwirtschaftung eines angemessenen und nachhaltigen Ertrags beruhen. Für diesen Ertrag wollen wir sorgen.\\ - Wir wissen, dass der dauerhafte Bestand und die Fortentwicklung von TN auf der Erwirtschaftung eines angemessenen und nachhaltigen Ertrags beruhen. Für diesen Ertrag wollen wir sorgen.\\
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-© 1970 Helmut Krenzer\\+----
  
  
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-© 1971 Helmut Krenzer+----
  
  
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-© 1978 Helmut Krenzer +----
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 ===1978 25 jähriges Jubiläum Hageböke=== ===1978 25 jähriges Jubiläum Hageböke===
  
 Die Rede von Herrn Krenzer lesen Sie hier [[tn_allgemein:zeitlos:personen:geschichten:krenzer:hageboeke|Grußwort]] Die Rede von Herrn Krenzer lesen Sie hier [[tn_allgemein:zeitlos:personen:geschichten:krenzer:hageboeke|Grußwort]]
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 ===1979 25 jähriges Jubiläum Krenzer=== ===1979 25 jähriges Jubiläum Krenzer===
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 Bei allem was du tust denke und prüfe immer, was man besser machen könnte.   Bei allem was du tust denke und prüfe immer, was man besser machen könnte.  
  
-© 1979 Helmut Krenzer+----
  
 ===1985 Neuer Chef Dube=== ===1985 Neuer Chef Dube===
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 Die Rede von Herrn Krenzer lesen Sie hier [[tn_allgemein:zeitlos:personen:geschichten:krenzer:offergeld|Grußwort]] Die Rede von Herrn Krenzer lesen Sie hier [[tn_allgemein:zeitlos:personen:geschichten:krenzer:offergeld|Grußwort]]
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 ===1989 Einweihung Büro Leimbachstr.=== ===1989 Einweihung Büro Leimbachstr.===
 +
 +Grußwort durch Herrn Krenzer aus Anlass der Übernahme des neuen Bürogebäudes in Siegen, Leimbachstr. 20 am 6.Juni 1989
 +
 +Meine sehr geehrten Damen und Herren!
 +
 +Wie beginnt man eine Rede, wenn man überrascht ist, welche Honoratioren aus der Welt unserer Kunden, der öffentlichen Repräsentanz, der Unternehmensführung unseres Hauses sowie all unsere Mitarbeiter gekommen sind. Das geht nur mit einem Satz: Herzlich willkommen! \\
 +Es ist uns eine Ehre, Sie - meine sehr verehrten Damen und Herren - begrüßen zu können. \\
 +Anlass zu unserem heutigen Zusammensein ist es erstens, Ihnen den neuen Standort der Telenorma Siegen vorzustellen verbunden mit einer Produkt- und Dienstleistungsschau und die Leistungsfähigkeit unseres Hauses zu repräsentieren.\\
 +
 +Zweitens ist es mir persönlich vergönnt, mein 35jähriges Dienstjubiläum heute zu begehen. Dass sich diese beiden Ereignisse heute paaren, darauf bin ich verständlicher Weise besonders stolz. 
 +
 +Nein, ich möchte mich auch nicht der Kritik unserer Nachkommen aussetzen mit der Frage: wer war dann nun eigentlich alles da? 
 +
 +Deshalb begrüße ich aus den Reihen unserer Kundschaft, stellvertretend für alle Herrn Becker, Inhaber und Geschäftsführer der Fa. Kaiser u. Kellermann, als auch Präsident der Industrie- und Handelskammer Siegen, Herrn Laidecker Verwaltungschef der Uni Siegen, Herrn Dr. Mentrup Chef der Administration und Beschaffungswesen der Fa. Krupp in Bochum, Herrn Leimbach Geschäftsführer der Wittgensteiner Kuranstalten, aus den Reihen der Repräsentanten begrüße ich Herrn Mockenhaupt der IHK-Siegen, den Chef des Arbeitgeber-Verbandes der Metallindustrie Herrn Lai, aus den Reihen der Geschäftsführung unseres Unternehmens begrüße ich Herrn O. F. Weigel Geschäftsführer des Vertriebs der In- und Auslandsgesellschaften unserer Zentrale in Frankfurt, sowie Herrn Leyendecker in der Zuständigkeit als Vertriebs-Chef Inland unserer Hauptverwaltung in Frankfurt. Die Herren unserer Geschäftsleitung der Niederlassung Dortmund Herrn Zimmer, Herrn Rohn, Herrn Dr. Dönges, Herrn Schmidts sowie meine ehemaligen Lehrmeister Herrn Erlemann und Herrn Krause, über deren Anwesenheit ich mich besonders freue, meine Kollegen der sieben Standorte der Vertriebsniederlassungen Dortmund, Herrn Meyer - Geschäftsführer der Niederlassung Köln und natürlich ganz besonders Frau Drösler Senior und Frau Drösler Junior als unsere Hausherren, die uns nach unseren Wünschen dieses schöne Haus an diesem  exzellenten Standort   von Siegen in sehr kurzer Zeit um- und ausgebaut haben. Frau Drösler jr. ist Bauingenieurin und in ihrem Bauunternehmen unter anderem für das Backen der Gebäudeteile zuständig. Als ich sie vor gut ½ Jahr nach dem Zeitplan der Fertigstellung unseres Hauses fragte, antworteten sie mir knapp und doch sehr präzise: „Machen sie sich keine Sorgen, wir sind schon am Wände backen.“ Herzlichen Dank!!
 +Die weiteren Abläufe erfüllten sich in gleicher Präzision.\\
 +Mein besonderer Gruß gilt unseren 74 Mitarbeitern, sowie meinem Kollegen und Mitstreiter Herrn Bertold Trautes, von denen ein großer Teil Ihnen allen mit ihrem Fachwissen zu Präsentationen unserer Produkte zur Verfügung stehen, vor allem meiner eigenen Familie und im Besonderen meiner Frau, die mich bei den Vorbereitungen liebevoll unterstützt hat.
 +
 +Um zeitlich den Rahmen unserer Einweihungsfeier nicht zu sprengen, habe ich versucht den Werdegang der TN am Standort Siegen in einer kleinen Firmengeschichte zusammen zu tragen, sodass ich versuchen möchte, Ihnen den heutigen Status am Standort Siegen mit den wesentlichsten Ereignissen der letzten Jahre aufzuzeichnen.
 +
 +Ich glaube sagen zu dürfen: durch die Entwicklung der letzten Jahre haben sich alle Erwartungen - ob im wirtschaftlichen oder personellen Bereich - mehr als erfüllt und wir sind stolz auf diese Ergebnisse. Es hat sich gelohnt, vor 19 Jahren eine Philosophie der 10 unabhängigen Bausteine zu gerieren und diese stetig dem Markt unserer Region anzupassen. Unser Bestandsvolumen beträgt heute das Siebenfache von 1970, zugegebenermaßen muss man dazu sagen, dass sich durch die veränderten Grenzen die Fläche der VN Siegen um ca. 20% vergrößert hat. Die Fläche der VN bezieht sich heute auf die Kreise Siegen, Olpe, Südmärkische Region, Regionen des Kreises Altenkirchen und die südliche Region des Sauerlandes. Eine Region, die wirtschaftlich von einer interessanten Mischung aus Schwerindustrie, Maschinenbau, der öffentlichen Verwaltung, Rehabilitationszentren, der Dienstleistungsbranche, einer Vielfalt von Zubringern von Wirtschaftsgütern und des Handels bestimmt wird und deshalb für unseren Produktbereich eine optimale Basis der Geschäftsmöglichkeiten bietet. Zwischen 1970 und heute bestimmt Telenorma zum größten Teil den Großanlagen-Markt in unserer Region. Anlagen mit 150 Anschlusseinheiten und drei Anlagen - davon die Uni Siegen, die Fa. Krupp und die Wittgensteiner Kuranstalten – annähernd eintausend Anschlusseinheiten. Zum größten Teil handelt es sich hierbei um Anlagen in modernster Technik, die über elektronische Koppelfelder und Leistungsmerkmale der neusten Kommunikationsmedien verfügen.
 +Unsere Bemühung war es stets, auch die strukturellen Veränderungen des Unternehmens in Form von Test versuchen zu bekleiden und Erkenntnisse von Testabläufen in zukünftigen Strukturen zu erproben und Vorschläge der Veränderungen mit einzubringen. 
 +
 +Unter der Leitung der Fachbereiche der Hauptverwaltung hat die VN Siegen als Test-Büro an folgenden Anwendungen namhaft mitgewirkt: 
 +  * Kompass (Steuerung und Vertriebsstruktur der Vertriebsniederlassungen), 
 +  * Datenkomm-Systeme (DV-Anwendungen der Warenwirtschaft und Auftragsabwicklung) 
 +  * Vertriebsstrategie (Ausbildung Gruppen von Teenies, Schwerpunkt   Akquisition
 +  * Marktkennzahlen und Strukturen im Markt analysieren) 
 +  * DV-Steuerung (Angebot Konzepte im Vertrieb, Erstellung von Marktanalysen, zeichnerische Darstellung von Anlagen und Systemen) 
 +  * Hausmessen (Produkt und Dienstleistung Konzepte präsentieren)
 +  * Entwicklung eines Zeitwirtschafts-System als Brangen lösung für Supermärkte und Warenhäuser als Integration der Anwendungen in bestehenden DV-Systemen)
 +  * Testen von System-Überwachungen (Fernentstörung und Leistungsänderungen von Anlagen und Systemen)
 +  * Ermittlungen von Verkehrswerten (in Anlagen und Systemen und deren Auswertungen)
 +  * Systematisch entwickelte Bausteine (was gehört im Einzelnen zu dem Kostenbudget Telefon und der logischen Aufbereitung und Kostenermittlung)
 +  * Schmälerung von Hardware-Lösungen im Bereich der Sicherheitstechnik (Software- und Dienstleistung sind Lösungen, die die zukünftigen Märkte in ihren Anwendungen maßgeblich bestimmen, transparenter und aktueller machen und damit kostengünstigere Lösungen anbieten)   
 +  * Anwendungen, deren Entwicklungen sich auf Rechnersystemen aller Kommunikationsstrukturen aufbauen (Sprache, Daten, neuer Netzstrukturen, Verarbeitungsprozesse im Fertigungsbereich der Industrie und Dienstleistung). 
 +  * Neue Vermarktungsstrategien durch Partner (ein Markt, den es aufzubauen gilt von der Anwendung, Produktherstellung, von Hard- und Software, Schulungszentren, Servicestellen, DV-gestützte Hard- und Software-Zentren. 
 +
 +Ja, es würde jeden Zeitrahmen sprengen, die Vielfalt der Marktveränderungen der nächsten Jahre aufzuzeichnen. Nur eins ist sicher: der Markt muss aber auch durch heranwachsendes, qualifiziertes Fachpersonal bewältigt werden, das aus dem Fernmeldefacharbeiter den Fach- Spezialisten der Zukunft macht. Auch in dieser Richtung bieten wir unseren Mitarbeitern an freien Samstagen Schulungs-Maßnahmen seit über einem Jahr an und sind sehr überrascht und dankbar, wie groß das Interesse ist.
 +
 +Ja, das bei der Einweihung des Hauses Grafestr. 16  am 16. Juni 1971 in die Hand versprochene Handeln der Zukunft hat sich gelohnt und ist bis heute uneingeschränkt erkennbar. Deshalb möchte ich mit diesen Worten zu Ende kommen: 
 +
 +Zitat vom 16. Juni 1971:\\
 +Wollen wir uns wünschen, dass der Auftragseingang auch weiterhin in dem Maß der letzten 2 Jahre anhält und damit unser Marktanteil im Siegerland eine stetig steigende Tendenz aufweist.
 +
 +Dass derartiger Wunsch in Erfüllung geht, bedarf der Umsicht jedes einzelnen Mitarbeiters, persönlich für unser Haus TN und dessen Wachstum zu streiten.\\
 +Getrennt fahren, womöglich in drei Booten, in denen wir als Mitarbeiter des GBs getrennt sitzen, ist beim besten Willen nicht möglich, wir können zu einem erfolgreich führenden Ganzen in Respekt aller wahrzunehmender Aufgaben vom Lehrling bis zur GB-Führung nur in einer Richtung rudern, und zwar in einem Boot der Geschlossenheit, nur das kann das Credo der Zukunft sein: lasst uns dazu aufbrechen.
 +
 +An dieser Stelle darf ich mich im Namen aller Mitarbeiter bei unserer Geschäftsführung für die Bereitstellung eines neuen und schönen Arbeitsplatzes bedanken, nicht zuletzt auch denen, die dazu beigetragen haben, dass die Räume in so kurzer Zeit unseren Wünschen entsprechend zur Verfügung gestellt werden konnten.
 +
 +Für all die guten Wünsche aus den Reihen unserer Kunden ein herzliches Dankeschön dafür, dass Sie gekommen sind.
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 +In der Hoffnung auf eine gute Zukunft darf ich mein Glas erheben und mit ihnen anstoßen mit einem herzlichen „Glück Auf“ auf die vor uns liegende Zeit.
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 +----
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 ===1990 Verabschiedung Zimmer=== ===1990 Verabschiedung Zimmer===
  
 Die Rede von Herrn Krenzer lesen Sie hier [[tn_allgemein:zeitlos:personen:geschichten:krenzer:zimmer|Grußwort]] Die Rede von Herrn Krenzer lesen Sie hier [[tn_allgemein:zeitlos:personen:geschichten:krenzer:zimmer|Grußwort]]
 ===1990 Verabschiedung Dube + Rohn=== ===1990 Verabschiedung Dube + Rohn===
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 +Die Rede von Herrn Krenzer lesen Sie hier [[tn_allgemein:zeitlos:personen:geschichten:krenzer:dube-rohn|Grußwort]]
 ===1991 Verabschiedung Schweitzer=== ===1991 Verabschiedung Schweitzer===
  
 Die Rede von Herrn Krenzer lesen Sie hier [[tn_allgemein:zeitlos:personen:geschichten:krenzer:schweitzer|Grußwort]] Die Rede von Herrn Krenzer lesen Sie hier [[tn_allgemein:zeitlos:personen:geschichten:krenzer:schweitzer|Grußwort]]
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 +----
  
 ===1993 Veränderungen bei TN=== ===1993 Veränderungen bei TN===
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 +Erkenntnisse und Zusammenhänge aus den spürbaren Veränderungen des Unternehmens Ende der achtziger, Anfang neunziger Jahre, von Helmut Krenzer
 +
 +Aus den Aufzeichnungen der Einweihungsfeier des neuen repräsentativen Hauses der Telenorme Siegen, hat bei den gekommenen Honoratioren, wohl nach den Rückäußerungen ein sehr positives Echo hinterlassen. Jedenfalls wurde uns dieses in vielerlei Hinsicht   in Wort und Schrift  bestätigt. Ja mit der positiven  Darstellungskraft all unserer Mitarbeiter wurde eine neue wie es den Anschein hatte Schlacht gewonnen auf die man mit Erfolg stolz und Dankbarkeit zurückschauen darf. 
 +
 +Als ich mit meiner Frau spät abends, am Tag der Einweihung unseres neuen Domiziles, nach Hause fuhr fragte sie mich bist du jetzt zufrieden nach dieser mehr als gelungenen und erfolgreichen Veranstaltung? \\
 +Nein, das bin ich nicht, weil der Status des Unternehmens sich  in seinen Kapitalgebern und damit in der Erhaltung des Unternehmens in den nächsten vier bis fünf Jahren verändern wird. Bei allen heute bereits erkennbaren Veränderungen wird es das Unternehmen in dieser bestehenden Form nicht mehr geben. Und vor allem dadurch nicht, da die alte TN-Elite der Niederlassungen nur noch wenig Einfluss auf das  schon längst überfällige Geschäftsmodell der Zukunft hat und es wahrscheinlich immer weniger Kapitalgeber des Unternehmens gibt die zu weiteren Investitionen der Zukunft bereit sind. Bedauerlich deshalb da die technische Entwicklung zu dieser Zeit auf dem Höchststand modernster Technik von  Kommunikations-und Sicherheitssystem ist, um die uns der gesamte Wettbewerb In- und Ausländischer Unternehmen beneidete. \\
 +Andererseits es für die Kapitalgeber es keinen besseren Zeitpunkt gibt das Unternehmen zu verkaufen.
 +
 +Reformen wurden umgesetzt, Strukturen die in ihren Ansätzen von wirklichen eigenen Fachleuten begleitet wurden, aber vom Zeitpunkt her einige Jahre zu spät.
 +Die vorgenannten praktizierten Reformen lieferten in ihre Struktur hervorragende Ergebnisse aber konnten den Verkauf des Unternehmens nicht mehr aufhalten. Auch der Versuch das TN Flaggschiff wieder See tüchtig zu machen, erstickte in seinen Ansätzen. Es begann eine Zeit in der Leitende Angestellten aus allen Bereichen und vor allem hochqualifizierte Entwicklungs- Ingenieure und Techniker versuchten, mit Abfindungs- Regelungen dem Unternehmen den Rücken zu kehren.\\
 +Was blieb waren vorrangig ältere Mitarbeiter die unter Arbeitsschutz standen und arbeitsrechtlich abgesichert auf den Tag wartenden um mit einer Abfindung und Firmenrente vorzeitig in den Ruhestand gehen zu können.
 +
 +In der durchschimmernden Erkennung verliert das Unternehmen Anschub für neue Innovationskraft und frisst sich damit selbst auf. Der Schub der Veränderungen  begünstigt sich damit, dass immer mehr Untergrundbewegung sich ausbreitet und die Strategie der einstigen Gründer des Unternehmens „nach dem Spruch des hanseatischen Kaufmans nach Treu und Glauben“ in einen Dracula Gestallt eigener Mitarbeiter aushöhlt ohne für die Zukunft ein annähernd brauchbares Konzept vorweisen zu können. Nach dem Motto jede will Chef des Unternehmens werden aber keiner kann es.
 +
 +Bosch, als Lenker des übernommenen Unternehmens hatte längst erkannt, dass nur eine auseinander dividierte Fertigung und Vermarktung der TN Produkte eine für den Markt angepasste Lösung und die Trennung mittelfristig zwischen Kommunikations-und Sicherheitsbereich sein konnte.  Hierzu braute man eine neue Struktur, die damit Anfang der neunziger Jahre durch Unternehmensberater von Bosch eingeläutet wurde.
 +
 +Die weitgehend mit sich selbst beschäftigte alte TN-Struktur der Niederlassungen und in der Mitte der achtziger Jahre gegründeten Vertriebsniederlassungen über die BDR hinweg wurden aufgelöst und führten ihr Eigenleben über Weisungsbefugnisse von Kompetenz-Zentren getrennt nach Komm- und S-Bereiche. Damit begann eine Flut von Personalabbau und  neuer quasi Hierarchien und Auflösungen von strategisch wichtiger kundenorientierter Standorte  Die Veränderungen wurden in einer Betriebsversammlung verkünde mit der Maßgabe das diese Veränderungen ab Anfang 1992 gelten und Personal Gespräche in kürze stattfinden werden. Erkenntnisse, Einwände, beweisbare Zukunftsperspektiven im Markt, passten nicht mehr in das umzusetzende Konzept, ja Kunden und Geschäft waren so der Anschein zweitrangig. Die perspektive lautete Personalabbau - koste es was es wolle.  
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 +Durch den Aufwind der deutschen Wiedervereinigung waren die Umsätze Anfang der neunziger Jahre in einem besonders positiven Trend, sodass die Umsatzerwartungen einen guten Verlauf garantierten. 
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 +Durch die Geschäftsleitung der Wittgensteiner Kuranstalt erhielt ich die Anfrage, mir persönlich an verschiedenen Stellen im Raum Dresden  div. vorhandene DDR-Krankenhaus Projekte anzusehen und zu prüfen, an welcher Stelle und in welchem Zeitraum  nach dem Prinzip eines westdeutschen Standards eine Kurklinik  zwischen 100 und 200 Betten mit Kommunikations, Sicherheits Technik und Krankenüberwachungs-Systeme aufzubauen gehe. Darüber hinaus ergaben sich aus Gesprächen mit verschieden Großkunden über die Veränderungen bei TN - eine Reihe von Zukunftsperspektiven für mich.
 +
 +Parallel durch die Verantwortlichen TN-Vorgesetzten wurde nach Möglichkeiten gesucht was machen wir mit dem Herrn Krenzer und welche Alternativen gibt es, ihm eine Stelle anzubieten. Es war schon erstaunlich wer sich plötzlich alles mit dieser Frage beschäftigte und vor allem mit welcher Zwiespältigkeit man mit einem 38 Jahre dem Unternehmen gedienten Mitarbeiter versuchte umzugehen. Die Zweifel wurden  in einem in Siegen durch einen neuen Mitarbeiter im Vertrieb, den ich nicht kannte bestätigt. Der mit mir über verschiedene Kunden und deren Bearbeitung in der Zukunft  sprechen wollte. Er sei durch Herrn Cekalla (neuer VN-Leiter in Dortmund) beauftragt, zuständig für die ehemalige VN-Siegen, mit mir dieserhalb Kontakt aufzunehmen um zu erfahren, welche Geschäftsmöglichkeiten zu erwarten wären und es sei ihm wichtig davon frühzeitig Einzelheiten zu erfahren, um durch die Veränderung verbrannte Erde zu vermeiden. Das Gespräch hat sich dann damit erledigt das er Herrn Cekalla sagen möchte in Siegen bei Herrn Krenzer gibt es nur dann etwas zu verteilen, wenn das in einem gemeinsamen Gespräch an dem Herr Dube teilnimmt festgelegt werde, und ihm ausdrücklich verboten sei mit bestehenden Kunden der ehemaligen VN-Siegen bis zu diesem Gespräch Kontakt aufzunehmen. 
 +Auweija, da wurden die ersten in ihrem Dracula Gewand tätig, und das noch auf dem Rücken eines neuen Mitstreites. Auch meine Reaktion gegenüber des neuen Mitarbeiters habe ich anschließend sehr bedauert - weil es ein Stil war, den es in Siegen nie gegeben hatte.  
 +Die daraus erkennbare Hinterhältigkeit hat  zum ersten Mal während der 38 Jahre mich dazu bewogen über die mir gegebenen  rechtlichen Schritte des bestehenden Arbeitsverhältnisses nachzudenken und prüfen zu lassen. Ich wurde damit zum ersten Mal gezwungen das Vertrauen der Geschäftsführung oder die danach strebenden in Zweifel zu ziehen, und es war gut dass im Laufe der Letzen vier Jahre ich alle Absprachen sorgfältig durch Gesprächs Notizen  festgehalten hatte. Der Glauben an eine neue erfolgreichen Ära  zu dem alles was in den letzten 25 Jahren mit harter und fairer Arbeit erwirtschaftet wurde, schmolz Tag für Tag ungeachtet dahin, veranlasst durch Menschen die weder den dahinter stehenden Markt, Kunden und Mitarbeiterstab kannten. Also Menschen die ihr ganzes Leben dazu Ausgerichtet hatten und in Treue und Selbstbewusstsein für das Unternehmen gestritten zu haben. Da erschienen plötzlich Menschen die mit langjährigen Mitarbeitern über die Auflösung ihr Arbeitsverhältnis sprechen wollten ohne die bisherigen Vorgesetzten zu informieren geschweige an solchem Gespräch teilzunehmen. Deformierend, chaotisch, konzeptlos, jeden Tag eine neue Korrektur und Hiobsbotschaft. Ja, für die Gründerväter Robert Bosch und Harry Fuld und deren hanseatischen Kaufmanns Ehre von „Treu und Glauben“ niemals denkbar gewesen wäre.
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 +Angebote für eine für mich vorstellbare Tätigkeit wurden plötzlich laut und es war erstaunlich, was mir so alles zugemutet wurde und vor allem wer die Vermittler waren. Auch mein vormals angeblicher Chef erschien ebenfalls in der Dracula Uniform mit Angeboten einer weiter Beschäftigung die so aussahen wie das Verhalten einer Verkaufsverhandlung vor wenigen Wochen als Vertriebschef bei der Zentral Krupp in Bochum, nichtssagend, konzeptlos, und ohne sachliche Vorbereitung. Ein Schalterbeamter - ohne dessen Arbeitsplatz mit meinen Äußerungen abzuwerten - hätte es besser gemacht. Aber das war die ausgeguckte Führung, die Elite und Chefs von morgen.
 +
 +Was ich wollte wusste ich, nur ich musste jemand im Hause TN finden der auch die Kompetenz für eine gültige Zusage hatte, und das konnte nur Herr Dube sein. Entsprechend einer telefonischen Vereinbarung kam dieses Gespräch Anfang März 1992 in Herborn zu Stande und fand inhaltlich auf der Basis meiner geführten Aktennotizen statt. Festgelegt wurde das ich die Vertriebsleitung rückwirkend zum 1.1 1992 im S-Bereich Bochum übernehme und mir die Betreuung  aller Kostenträger der KuK, Wittgensteiner Kuranstalten, Fa. Schäfer, Neunkirchen in vollem Umfang, einschließlich der erwirtschaftenden Umsätze und Verprovisionierung  bis zum 31.12.1993 erhalten bleiben. Hinzu kommt die Auflösung des Arbeitsverhältnis unter Zugrundelegung einer einmaligen noch zu verhandelnden Abfindung die mit Herr Esau festgelegt wird. Herr Dube behält sich vor, in der Personalsache Krenzer bis zu Ausscheiden in allen Fragen beteiligt zu werden.
 +
 +Mit dieser Zusage in der Tasche, begann für mich eine neue Ära. Mir fiel es schwer das gesamte Personal des Sandortes Siegen, alle auf Gedeih und Verderb sich ihrem Schicksal zu überlassen, ja ich kam mir vor als Macher ein stolzes Schiff zu verlassen und die Mannschaft seinem Schicksal auszusetzen. Diese Selbstvorwürfe haben mich über Jahre hinaus gequält und spürbare Schuldgefühle sind über Jahre hinaus hängen geblieben.
 +Nun ja, für die neu zu übernehmende Tätigkeit gab es so schnell wie möglich ein brauchbares Konzept zu entwickeln und  in  Einvernehmlichkeit der Beteiligten Umzusetzen. Insgesamt wurden 20 Ziele formuliert die Grundlage des Geschäftsverlaufes für 1992 sein sollten.
 +  * Erstellen einer Marktanalyseüber das Gebiet der neuen VN S
 +  * Neugliederung der Vertriebsbereiche- und Vertreterbezirke
 +  * Budgetbemessung 1992auf VB-Ebene mit monatl. Soll Ist Vergleich an AE und Ware 
 +  * Beachtung des AE im Neu-, Erweiterungs- und Umänderungsgeschäft
 +  * VDE-Aktion
 +  * Aktionsgeschäft und deren Vorbereitung 
 +  * Führung von Projektlisten mit montl. Soll- Ist- Vergleich mit Bestimmung des Warenbudgets
 +  * personelle Veränderungen durch Abgänge in 2 Fällen.
 +Zu letzterem bleibt festzuhalten dass in 1992lediglich 80%  Vertriebsleistung nominal zur Verfügung steht.
 +Weitere Maßnahmen:
 +  * Einführung  DV-Unterstützung im Vertrieb mobil und stationär, voraussichtlich im November 1993 
 +  * Festlegung neue Standortbestimmung für 1993,
 +  * personelle Veränderungen in der Vertriebsführung.
 +  * neu Orientierung der Angebotsabteilung Standardisierung der Produktbeschreibungen, und zeichnerisch Darstellungen über Dokumentationen. 
 +Ergebnis: Ende 1992 10% über Budget
 +Die Einschätzungen für 1993 werden vom Auftragseingang nach den Zahlen Mitte 1993  in ähnlicher Weise bewegen.
 +  
 +Der Auftragseingang im Vorbehalt der mit Herrn Dube getroffenen Vereinbarungen der Sonderprojekte K+K, Wittsgensteiner Kuranstalt beträgt für den N-Bereich 3,4 Mil. daraus ermittelt sich eine anteilige Provision für mich ca. DM 40 000 — die weitgehend durch die AE der betr. VN an den S-Bereich bezahlt wurden. Die Auszahlung wurde jedoch durch Herrn von Behlo Geschäftsführer S-Bereich in München in Frage gestellt und verweigert. Ich werde diesem Verhalten unter der gegebenen Absprachen von Herrn von Behlo widersprechen mit der Maßgabe, dass bei nicht Einhaltung der Zahlungsverpflichtungen bis zu 31.01.1994 gerichtliche Schritte eingeleitet werden.
 +
 +Mein Arbeitsverhältnis Endet damit wie mit Herrn Dube, dem ich mich in großer Dankbarkeit verpflichtet fühle, und der mir in offen und Ehrlichkeit nach dem Wahlspruch der hanseatischen Kaufleute „Treu und Glauben“ im gutem und korrekten menschlichem Handeln mich unterstützt hat.
 +
 +Am 4.1.1994 fand meine Verabschiedung im Dorfgemeinschaftshaus an seinem Wohnort statt an dem ca. 150 Personen gekommen waren, eine Veranstaltung die wirklich einen Rahmen einnahm die der vierzigjährigen Zughörigkeit, wie es die nachstehende Bildserie zeigt, angemessen war.
 +
 +----
 +
 ===1994 Verabschiedung Krenzer=== ===1994 Verabschiedung Krenzer===
  
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 Ein ganz herzlicher Willkommensgruß gilt meinem Lehrmeister der 50er und 60er Jahre, Herrn Hans Erlemann, der vor drei Tagen sein 87. Lebensjahr vollendet hat. Ein ganz herzlicher Willkommensgruß gilt meinem Lehrmeister der 50er und 60er Jahre, Herrn Hans Erlemann, der vor drei Tagen sein 87. Lebensjahr vollendet hat.
 Herzlichen Glückwunsch im Namen Aller und alles Gute, Gesundheit und Wohlergehen.\\ Herzlichen Glückwunsch im Namen Aller und alles Gute, Gesundheit und Wohlergehen.\\
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 Herrn Otto Felix Weigel, mein Lehrmeister der 70er Jahre, eheren Mitglied der „Telenorma“-Geschäftsleitung in Frankfurt.\\ Herrn Otto Felix Weigel, mein Lehrmeister der 70er Jahre, eheren Mitglied der „Telenorma“-Geschäftsleitung in Frankfurt.\\
- +Herrn Nipraschk, Geschäftsführer des Vertriebs Sicherheitssysteme in Düsseldorf.\\
-Herrn Nipraschk, Geschäftsführer des Vertriebs Sicherheitssysteme in Düsseldorf. +
 Herrn Hans Wenzel, Leiter der Vertriebsniederlassung Sicherheitssysteme in Bochum.\\ Herrn Hans Wenzel, Leiter der Vertriebsniederlassung Sicherheitssysteme in Bochum.\\
- +Meinem jahrzehntelangen Mitstreiter, Herrn Bertold Trautes, sowie die Mitarbeiter der Vertriebsstelle des Kommunikationsbereiches und der Sicherheitstechnik am Standort Siegen.\\ 
-Meinen jahrzehntelangen Mitstreiter, Herrn Bertold Trautes, sowie die Mitarbeiter der Vertriebsstelle des Kommunikationsbereiches und der Sicherheitstechnik am Standort Siegen. +Die Mitarbeiter der Vertriebsniederlassung Sicherheitssysteme der Standorte Bochum und Köln.\\
-Die Mitarbeiter der Vertriebsniederlassung Sicherheitssysteme der Standorte Bochum und Köln.+
 Die Mitarbeiter der Vertriebsniederlassung Kommunikationssysteme an den Standorten Dortmund, Köln und Düsseldorf.\\ Die Mitarbeiter der Vertriebsniederlassung Kommunikationssysteme an den Standorten Dortmund, Köln und Düsseldorf.\\
 Herrn Werner Vertriebsleiter für Großanlagen der VN Leipzig.\\ Herrn Werner Vertriebsleiter für Großanlagen der VN Leipzig.\\
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 Meine Kollegen und Freunde des Freizeitclubs des ehemaligen Verwaltungsbezirkes Dortmund.\\ Meine Kollegen und Freunde des Freizeitclubs des ehemaligen Verwaltungsbezirkes Dortmund.\\
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 Meine Freunde und Bekannten aus Weidelbach.\\ Meine Freunde und Bekannten aus Weidelbach.\\
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 Meine Familie, und hier im Besonderen meine Frau.\\ Meine Familie, und hier im Besonderen meine Frau.\\
  
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 Von meiner Seite wünsche ich Ihnen einen schönen Abend.\\ Von meiner Seite wünsche ich Ihnen einen schönen Abend.\\
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 +===1994 Ein neues Kapitel===
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 +**Ein neues Kapitel im Arbeitsleben eines Sechzigjährigen hatte begonnen**
 +
 +Einige Tage danach, so schnell war es nicht möglich vierzig Jahre in die Schublade von gestern zu legen - aber da war doch noch etwas, das erledigt werden musste. 
 +
 +Natürlich, ich war ja arbeitslos und hatte die Aufforderung, mich bei meinem zuständigen Arbeitsamt zu melden. Mit etwas komischen Gefühlen versuchte ich dem nachzukommen und meldete mich bei einer der zuständigen Stellen mit meinem Anliegen:\\ 
 +Ja, unsere Sprechzeiten klang es, sind Montag bis Freitag, wenn sie wollen, können wir auch für morgen 10 Uhr einen Termin vereinbaren. Freundlich, bestimmt, korrekt klang die Stimme von der anderen Seite ergänzend: „Sie sind arbeitslos und brauchen Unterstützung“. Auch das Gespräch am nächsten Tag war auffallend freundlich mit der Feststellung, dass ich auf Grund meines Alters dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehe, es aber eine gesetzliche Regelung für mich gebe, ich nach einem Jahr arbeitsloser Zeit einen Rentenantrag  stellen und  für das eine Jahr Arbeitslosenunterstützung in Anspruch nehmen könne. Die notwendigen Formalien  wurden auf dieser Basis vorbereitet und das Gespräch endete damit, dass ich durch das zuständige Arbeitsamt die schriftliche Bestätigung erhalten werde. Der mir so widerwärtige Gang, zum Arbeitsamt gehen zu müssen, war in gut zwanzig Minuten erledigt. Und damit lag ich schon mal finanziell abgesichert auf der richtigen Seite. Meine Gedanken auf dem Heimweg waren,  dass ich ein solches Entgegenkommen einer staatlichen Stelle noch nie erlebt hatte. 
 +
 +Also nach Hause fahren  mit dem Ansinnen, alles  das zu machen, zu dem man jahrelang nicht gekommen war: Keller – Garage - Werkstatt aufräumen. Erledigungen und Besorgungen im Auftrag  meiner Frau, manches stand zwar auf der Agenda meines Betätigungsfeldes. 
 +
 +Aber da war ja noch eine Fülle anderer Aufgaben, die mir aus den Reihen meiner Kundschaft zugetragen wurden, also Sortieren und Prioritäten setzen und nicht mit dem Arbeitsrecht als Arbeitsloser in Konflikt kommen. Ein gangbarer Weg. Ich musste Volontär für eine Beratungsfirma werden und zwar auf den Vorstellungen meiner seit Jahren mich bewegenden fachlichen Orientierung und das Umsetzen neuer Ideen für „Zeitwirtschaft-,  Sicherheitsanlage-,  Kommunikationssystem und moderne Netzwerke Konfigurationen“. Und wieder waren es die zunächst zu generierenden Bausteine, die es inhaltlich zu einem Konzept  zusammenzufügen galt. 
 +
 +Also, es musste eine Firma gegründet werden mit einem kompetenten Geschäftsführer, die mich als Volontär einstellte.😊
 +
 +In der Zwischenzeit drängten bereits die ersten Auftraggeber in der Erwartung neuer Konzepte in den Beratungsdiensten der Kommunikations- und Sicherheits-Branche. Die Fülle der damit verbundenen Arbeit erstreckte sich bereits nach den ersten vier Wochen auf die nächsten fünf bis zehn Jahre. Ein neues Kapitel war damit aufgeschlagen und die beginnende Umsetzung neuer Ideen nach meinen Vorstellungen auf dem Markt anstrebende Zusammenarbeit mit meinem ehemaligen Arbeitgeber, mit der Folge, auf der anderen Seite den Platz einzunehmen. 
 +
 +Mit viel Neugier beschäftigten mich deshalb die anstehenden Veränderungen bei meinem ehemaligen Arbeitgeber. Der Stand der Entwicklung  und der zukünftige Verkauf der Fa. Bosch-Telenorma  war schwerpunktmäßig mehr im Bereich des Kommunikationsbereiches zu erkennen, obwohl gerade in diesem Bereich sich massive Veränderungen auf dem europäischen Markt ableiteten. Bekannt war, dass über die Kommunikations-Seite Verkaufsgespräche stattfanden, wonach das amerikanische Unternehmen KKR in der engeren Wahl stand, den Kommunikationsbereich von Bosch kaufte und TENOVIS nannte.
 + 
 +Eigenleben im Europäischen Raum?
 + 
 +Die Produktserien wurden nach und nach eingestellt. Für Administration, Verwaltung und Vertrieb galten andere Maßstäbe. Das Klein-Klein  und die mittlere Geschäftssparte, mit der TN 70% des Marktes abdeckte, war eine nicht mehr gewollte Strategie in Europa, die innerhalb weniger Jahre nach und nach  verloren ging. 
 +
 +Der Erfolg nach einem Jahr war spärlich und es musste eine andere Strategie überlegt werden mit dem Schlüsselwort: das Unternehmen müsse sich zusammenschrumpfen durch eine Sanierung -  nach dem Motto: weg mit allem, was Geld kostet (Personal Immobilien, Tafelsilber altmodische Strategien) und es waren auch die ersten Sanierer schon am Werkeln. 
 +
 +Die Persönlichkeit stand wenige Tage bereits plakativ in der Bild-Zeitung auf einem Tretroller auf dem Dach der alten ehrwürdigen TN-Zentrale in Frankfurt, Mainzer Landstraße . Die damit einhergehenden Bewunderer der alten TN waren die überbleibende Elite, die in ihre Dracula-Uniform dem großen Wunder die zukünftige Existenz des kommenden Unternehmens voraussagten.
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 +Mein Vorhaben passte in den Markt. Die Dracula-Gestalten hatten jedoch nicht den erhofften Nährboden im Kommunikations-Markt gefunden und der verbleibende Rest der hochtalentierten Techniker und Vertriebsleute suchten zwar den Markt der Zukunft, den ich an einer anderen Stelle aufgreifen werde, unterstützt aus den eigenen Reihen der Familie und wirklichen Fachleute der Zukunft, die es verstanden, den Neuen Markt der Zukunft in Projekte umzusetzen. Damit begann eine gute strategisch ausgerichtete, sich verknüpfende Grundlage, mit der das neue Unternehmen - auch nur vom Hören und Sagen - seinen Weg suchte.\\
 +Auch der vielversprechende Bosch-Sicherheitsbereich lief dem Markt auf Grund der großen Marktanteile im Polizei-Notruf hinterher. 
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-© 1994 Helmut Krenzer\\ 
  
  
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 Die Rede von Herrn Krenzer lesen Sie hier [[tn_allgemein:zeitlos:personen:geschichten:krenzer:erlemann|Grußwort]] Die Rede von Herrn Krenzer lesen Sie hier [[tn_allgemein:zeitlos:personen:geschichten:krenzer:erlemann|Grußwort]]
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 +© 1994 Helmut Krenzer\\
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