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Fuld'sche Kunstsammlung

Raub und späte Restitution (Rückgabe)

Raubkunst exemplarisch 1) aufgezeigt u.a. am Beispiel Harry Fuld:
Fuld war ein engagierter und bedeutender Sammler, wenn auch weniger bekannt als andere.
Er baute eine Sammlung mit so verschiedenen Schwerpunkten wie frühmittelalterliche Plastik, Emailien, Zeugdrucke, Renaissance-Möbel, Asiatica, und Moderne Malerei auf.
Nach Harry Fuld's Tod 1932 war die Kunstsammlung dokumentiert, fotografiert und geschätzt worden.
Es sollen 192 Stücke, davon 26 Bilder gewesen sein.
Darunter waren u.a. folgende Kunstgegenstände:

  • Chinesiche Keramik Büste eines Lohan aus dem 12. Jahrhundert
  • Gemälde Matisse: Paysage. Le mur rose
  • Gemälde Pechstein? oder Feininger?: Badende Frauen
  • Holzskulptur eines „Gekreuzigten“
  • Holzskulptur eines „Schmerzensmann“
  • Tilmann Riemenschneiders Alabasterfigur „Hieronymus mit dem Löwen“ aus dem 15. Jahrhundert
  • Renaissance-Armlehnensessel
  • Renaissance-Wangentisch, der ehemalige Schreibtisch Harry Fuld's
  • auch weitere, so genannte „Entartete Kunst“
  • Portrait Carl Schuchs von Wilhelm Trübner
  • Aqurell von Paul Klee: Schleiertanz
  • 3 Gemälde André Dérain's, wie „Landschaft mit Burg und Dorf“,“Dorfstraße„, u.A.
  • Afrikanische Kunstobjekte, wie „Negerplastik“
  • Altar-Sockel-Bilder von Giovanni di Paolo

Peter Fuld verlor in den Kriegswirren mehrere moderne Gemälde aus der Sammlung seines Vaters, die bei Freunden untergestellt waren.

Auszüge aus dem Auktionskatalog der Raubkunst Zwangsversteigerung am 10. Juli 1940 siehe hier: achenbach1940_07_10.pdf2))

1)
aus Sonderdruck „Jahrbuch westfälische Kirchengeschichte, Band 105, 2009, S. 445-485, von Cornelia Flick
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